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In Martin Provosts („Séraphine“) Tragikomödie „Ein Kuss von Béatrice“ treffen zwei Frauen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die eine: eine glamouröse, egozentrische Diva. Die andere: eine selbstlose, herzensgute Hebamme. Es geht um unterdrückte Wut, Vergangenheitsbewältigung und den Tod. „Ein Kuss von Béatrice“ lebt vom nuancenreichen, umwerfenden Spiel der beiden Hauptdarstellerinnen Catherine Frot und Catherine Deneuve.

Das Leben der zuvorkommenden Hebamme Claire (Catherine Frot) verläuft zwar in nicht gerade spannenden, aber dafür geregelten Bahnen. Das ändert sich, als sie zwei unerwartete Neuigkeiten verdauen muss: zum einen steht die Entbindungsstation, auf der sie seit so vielen Jahren arbeitet, kurz vor der Schließung. Und dann eröffnet ihr auch noch ihr studierender Sohn, dass er Vater wird. Mitten in dieses Chaos platzt auch noch ein Anruf von Béatrice (Catherine Deneuve), die ehemalige Geliebte von Claires Vater. Dieser nahm sich einst das Leben, als er von Béatrice verlassen wurde. Die weltgewandte und extravagante Dame, möchte Claire nach Jahrzehnten unbedingt wieder sehen. Nicht ohne Hintergedanken: Béatrice ist todkrank und will sich mit Claire aussöhnen. Langsam aber sicher nähern sich die beiden konträren Frauen einander an, allerdings nicht ohne Turbulenzen und Missverständnisse.

Frankreich, Belgien 2017, Regie & Drehbuch: Martin Provost, mit Catherine Frot, Catherine Deneuve, Olivier Gourmet, Quentin Dolmaire, Mylène Demongeot, 117 Minuten, FSK 6