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Nicht nur die aufwändige, toll durchdachte Gestaltung machen diesen Film zu einem visuellen und sinnlichen Erlebnis der Extraklasse, sondern auch die – selbstverständlich frei erfundene – Handlung um die letzten Monate im Leben des Vincent van Gogh: Armand, der Sohn des Postboten Roulin, erhält von seinem Vater den Auftrag, Vincents letzten Brief an seinen Bruder Theo auszuliefern. Der Tod des Malers liegt schon einige Zeit zurück und Roulin, der ein guter Freund van Goghs war, hat schon mehrmals vergeblich versucht, Theos Adresse zu erfahren, um den Brief zuzustellen. Armand ist nur sehr widerwillig bereit, seinem Vater zu helfen. Bald darauf erfährt er, dass auch Theo mittlerweile verstorben ist. Doch nun hat er schon Feuer gefangen und setzt seine Detektivarbeit fort. Er begibt sich auf Vincent van Goghs Spuren, sucht die Menschen auf, mit denen der verkannte Maler zuletzt Kontakt hatte, und es dauert nicht lange, bis Armand durch diese Gespräche auf einen komplett neuen Gedanken kommt: Könnte es sein, dass Vincent van Gogh gar nicht Selbstmord begangen hat, sondern Opfer eines Verbrechens wurde?

Mit Sicherheit eines der ungewöhnlichsten Biopics der letzten Jahre … und eines der stilvollsten: Vincent van Gogh in seinen eigenen Bildern, zum Leben erweckt von mehr als 200 Malern in einem höchst ambitionierten Filmprojekt, das neben wunderschön anzusehender Kunst eine richtig spannende Krimihandlung bietet. Dabei geht es um van Goghs Tod und seinen letzten Brief, über den ein junger Franzose Nachforschungen anstellt. Anspruchsvoll, interessant und schön anzusehen - mehr kann man wirklich nicht von einem Arthousefilm erwarten, oder? Ach ja, eines noch: Dieser Film macht richtig Spaß!

Großbritannien/Polen 2017, Regie und Drehbuch: Dorota Kobiela, Hugh Welchman, Mit: Douglas Booth, Saoirse Ronan, Chris O’Dowd, Aidan Turner, Jerome Flynn, Robert Gulaczyk, Helen McCrory, 95 Minuten, FSK 6