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Hella Wenders' 2011 veröffentlichte Langzeitdoku „Berg Fidel – Eine Schule für Alle“ stellte mit dem inklusiven Ansatz der Münsteraner Grundschule Berg Fidel eine alternative Lehrmethode vor. Nach der vierten Klasse stand den vier Kindern, die Wenders über die gesamte Grundschulzeit begleitete, der Wechsel an verschiedene weiterführende Schulen bevor. Sechs Jahre später zeigt sie im Nachfolger „Schule, Schule – Die Zeit nach Berg Fidel“, wie die Protagonisten von damals außerhalb der Gemeinschaftsgrundschule zurecht kommen. Im Verlauf eines Schuljahrs erweitert Wenders die Perspektive über die Primarstufe hinaus und liefert weitere Denkanstöße für die Bildungsdebatte.

Der 14-jährige David trägt ein Hörgerät, sieht auf einem Auge fast nichts und ist schmächtiger als die meisten Gleichaltrigen. Weil der hochbegabte Schüler nach der Grundschule vom Gymnasium abgelehnt wurde, wechselte er an eine private Montessorischule mit offenem Unterricht und viel freier Arbeit. Hier spielen die Beeinträchtigungen des nachdenklichen Einserschülers keine große Rolle, doch um das Abitur zu machen, muss David nach der 10. Klasse erneut die Schule wechseln. Sein zwei Jahre jüngerer Bruder Jakob, der mit dem Down-Syndrom geboren wurde, wechselte an dieselbe Privatschule und profitiert ebenfalls vom inklusiven Unterricht.

Deutschland 2017, Regie: Hella Wenders , Mit: Samira Staschel, Jakob Leonhard, David Leonhard, Anita J. 98 Min., freigegeben ohne Altersbeschränkung